Mittsommer. Zeit der Sommersonnenwende. Bereits im Norden Rügens wird es nicht mehr vollends dunkel. Je weiter man ins Nordland kommt, desto mehr schwindet die Nacht. Es können mehrere Tage, Wochen sein, in denen sich die Sonne kaum hinterm Horizont verbirgt. Auch wenn die Uhr nächtliche Stunden anzeigt; wahrnehmen kann man diese nicht. Zunehmend beginnt das Zeitgefühl zu zerfließen und man will schlafen gehen, in Träume versinken, die den Tag verarbeiten und neue Kreativität ermöglichen. Aber diese Nacht hat keinen Anfang und kein Ende. Man verfällt in den Zustand der Insomnie – der Schlaflosigkeit.
Dennoch: man muss sein Werk vollenden. Wenn die Grenzen von Fiktion und Realität verschwimmen, kommt womöglich genau das zum Vorschein, was man erstrebt …
Der INSOMNALE-Wettbewerbspreis des Caspar-David-Friedrich-Instituts steht ganz unter dem Motto von Tagträumen und späten Stunden, die neues entstehen lassen. Denn alles läuft auf einen Tag hin: den 21. Juni.